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Piercingschmuck
Schon bevor das Piercing allgemein als Modeerscheinung auftrat, gab es durchstochene Körperpartien bei vielen Volksstämmen. Sie hatten/haben aber meist rituellen Charakter. Erste Aufzeichnungen von Piercings reichen dabei sogar 7000 Jahre zurück. Piercings sind im Gegensatz zu den Tattoos zum Beispiel, deren Anschaffung doch gut überlegt sein sollte, ein Körperschmuck, den man schnell wieder loswerden kann, wenn man es denn möchte.
Schon Ohrringe zählen im Grunde laut Definition zu den Piercings. Heute allerdings werden nicht mehr nur gerne die Ohrläppchen durchstochen, um entsprechenden Schmuck dort anzubringen, sondern auch die Nasenflügel, die Lippen, die Zunge, die Augenbrauen, der Nacken, die Brustwarze oder die Haut um den Nabel. Und es gibt sogar Piercingschmuck für den Intimbereich für Männer und Frauen in diversen Varianten. Für ein Piercing wird dabei die Haut (inklusive Fettschicht und eventuell Knorpel) des Bereichs, in dem das Piercing später angebracht werden soll, durchstochen und dann der entsprechende, passende oder ausgesuchte Schmuck angebracht.
Piercingschmuck besteht hauptsächlich aus medizinischem Edelstahl, Gold oder Platin; aber auch aus Titan, Niob oder PTFE (Teflon), weil diese Materialien am verträglichsten sind. Aus diesen Stoffen werden dann die Piercings in Form von vor allem Barbells oder Ball Closure Rings hergestellt. Diese beiden beliebten Piercingschmuckarten sind gängig und passen sehr gut zu den verschiedenen Regionen des Körpers an denen das Piercing getragen werden soll. Barbells sind dabei kurze Stäbe, die in abschraubbaren Kugeln enden. Ball Closure Rings dagegen sind Ringe, die durch eine Kugel geschlossen werden.
Piercingschmuck kann entweder ständig getragen werden, wie die Ohringe; man kann ihn aber auch leicht wieder entfernen. Allerdings können diese durchstochenen Körperregionen auch schnell wieder zuwachsen; was ein allgemeiner Vorteil von Piercings ist. Wenn der Schmuck nicht mehr gefällt oder beginnt zu stören, kann er einfach herausgenommen werden. Anders als bei ständigem Körperschmuck ist es möglich ein Piercing ohne großen Aufwand wieder zu entfernen. Und wenn das Loch wieder zugewachsen ist, deutet oft nur eine kleine Narbe das ehemalige Piercing an. So ist es ein Leichtes eine vielleicht im Nachhinein falsche Entscheidung rückgängig zu machen.