Koerperschmuck, Tattoos und Piercings

18
Mrz

Piercing

Piercings sind nicht einfach nur Modetrends Auch wenn es von vielen so betrachtet wird: Ein Piercing stellt nicht unbedingt immer nur einen Modetrend dar. Betrachtet man nämlich die Geschichte dieses Körperschmucks, so wird schnell deutlich, dass sich Menschen bereits seit Jahrtausenden diverse Körperstellen entweder selbst durchstechen (genau das heißt im Übrigen „to pierce“ aus dem Englischen übersetzt, weshalb sich folglich der Name schnell erklären lässt) oder durchstechen lassen, um diese mithilfe von Schmuck zu verschönern. Noch heute wird solch ein traditionelles Schmücken des eigenen Körpers vorgenommen. Verschiedene Religionen oder auch Volksstämme nutzen das Piercing zumeist innerhalb von Ritualen, die eine Änderung des persönlichen Status darstellen.

Als modische Verschönerung ist es dann auch in die westliche Welt übergelaufen und glaubt man diversen Studien, so ist inzwischen fast jeder zehnte Mensch mindestens einmal irgendwo an seinem Körper gepierct. Die meisten gepiercten Personen sind verhältnismäßig jung und achten besonders auf ihr Erscheinungsbild beziehungsweise auf das Unterstreichen ihrer eigenen Persönlichkeit. Sie wollen sich selbst mithilfe des individuellen und nicht selten auch extravaganten Körperschmucks dauerhaft verschönern.

Durch ein gezieltes Durchbohren der Haut wird ein Schmuckstück, das in der Regel aus Titan, medizinischem Edelstahl oder auch Gold gefertigt wurde, am Körper befestigt. Das geschieht, indem das Piercing zu einem Teil direkt unter die Haut gestochen wird, während der größte Teil an der Oberfläche als Schmuck zu sehen bleibt. Direkt unter der Haut befestigt hält das Schmuckstück im Regelfall solange, bis es vom Träger entfernt wird.

Es gibt die unterschiedlichsten Körperstellen, an denen man ein Piercing haben kann. Die wohl häufigsten Stellen für ein Piercing sind der Bauchnabel, der gesamte Bereich des Ohrs (außer das Ohrläppchen, denn ein einfacher Ohrring zählt nicht zu den Piercings), die Nase und die Zunge. Nicht ganz so häufig werden Brustwarzen sowie Augenbraue und Lippe durchstochen. Der Trend geht zum Piercing, das man nicht nach außen sichtbar trägt. Während in den 1990er Jahren Gesichtspiercings noch weit verbreitet waren, sind diese heutzutage kaum noch zu finden. Dafür setzen immer mehr Männer und Frauen darauf, das Piercing für die erhöhte Attraktivität des eigenen Körpers einzusetzen. Nicht selten werden daher sogenannte Ball Closure Rings oder Barbells auch an den besonders schmerzempfindlichen Genitalien angebracht, sodass diese Schmuckstücke nach der Zeit des Abheilens sogar ins Liebesleben integriert werden.