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Körperschmuck
Seit Anbeginn der Menschheit nutzen die Menschen vielerlei Methoden, ihren Körper individuell zu gestalten. So werden beispielsweise auch heute noch bestimmte Motive in die Haut geritzt, die unter anderem die Stammeszugehörigkeit signalisieren. Dort ist es ein Muss, da man sonst nicht in die Gesellschaft integriert wird. Bei uns sind Körpermodifikationen dagegen ein Ausdruck der Individualität. Durch sie kann auch ein Zugehörigkeitsgefühl ausgedrückt werden, doch meistens ist eine Methode, sich selbst darzustellen.
Es gibt verschiedene Arten von Körperschmuck; so zählen hierzu unter anderem Tätowierungen, Piercings, Skarifikationen , Implants und Transdermale Implantate.
Tätowierungen, auch als Tattoos bezeichnet, galten früher als anrüchig, da sie hierzulande meist nur von Gefängnisinsassen oder Matrosen anzutreffen waren. Jedoch erlebte die Tattoo-Szene in den 1990er Jahren einen regelrechten Boom, der dazu führte, dass Tätowierungen jetzt gesellschaftsfähig sind. Dies zeigt sich auch darin, dass viele bekannte Persönlichkeiten tätowiert sind. Tattoos werden mit Hilfe einer speziellen Tätowiermaschine, an deren Spitze eine oder mehrere Nadeln sitzen, und Tinte in die zweite Hautschicht gestochen und halten somit ein Leben lang.
Eine andere Art des Körperschmucks stellen Piercings dar. Beim Piercen wird die Haut und eventuell die darunter liegenden Knorpel- und Fettgewebe durchstochen und ein Stab oder Ring als Schmuck eingesetzt. Das wahrscheinlich häufigste Piercing ist der Ohrring, der klassisch am Ohrläppchen sitzt. Ebenfalls weit verbreitet sind Piercings am Nasenflügel und am Bauchnabel, die meistens von Frauen getragen werden. In letzter Zeit boomen aber vor allem bei Jugendlichen Lippenpiercings. Es ist an nahezu jeder Körperstelle möglich, sich piercen zu lassen, wie zum Beispiel im Intimbereich, an den Brustwarzen, an den Augenbrauen oder an der Zunge.
Unter Skarifikation oder Skarifizierung versteht man Ziernarben, die in die Haut eingebracht werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, den gewünschten Effekt zu erzielen. So wird durch das so genannte Branding mit Hilfe eines Elektrokauters das gewünschte Motiv in die Haut eingebrannt, während beim Cutting die Motive meist mit einem Skalpell in die Haut geschnitzt werden.
Implants sind Gegenstände aus beispielsweise Silikon oder Teflon, die unter die Haut gebracht werden und dann als Schmuck sichtbar sind. Transdermale Implantate sind eine Sonderform hiervon; sie bezeichnen Implantate, bei denen ein Teil, wie zum Beispiel ein Schmuckstein, aus der Haut hervorschaut.